Ich höre Kabul mit geschlossenen Augen

 

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 Vorwort

Unsere Parallelgedichte sind im Deutsch-E1-Kurs bei Frau Bertram entstanden. Als wir zum Thema „Stadtlyrik“ in unserem Deutschbuch Theodor Storms bekanntes Gedicht „Du graue Stadt am Meer“ lasen, so konnten nur wenige unter uns sich ein Bild von dieser norddeutschen Stadt machen, die Storm hier beschreibt. Wer von uns war je schon einmal an der Nordsee und kann etwas mit dieser grauen Atmosphäre anfangen?

Also machten wir uns auf die Suche nach den Städten, die wir kennen. Als Vorlage diente uns Orhan Velis berühmtes Gedicht „Ich höre Istanbul“/“Istanbul’u dinliyorum“. Es erzählt von Sehnsucht nach einer Stadt, die schön ist und von wohligen Gerüchen durchzogen wird. Gedichte beschreiben Bilder und sind geprägt von Emotionen. In uns löste das ein Gefühl von „Keyif“ /Genuss und Glückseligkeit aus.

Es lag nahe, dass auch wir über jene Städte schreiben wollten, die uns geprägt haben, in uns weiterleben und auch bestimmte Gefühle auslösen. So übernahmen wir Orhan Velis Gedichtschema und hörten, fühlten, rochen und sahen in unsere Städte hinein. Da die meisten von uns einen weiteren kulturellen Hintergrund haben, wählten wir „unsere“ Städte.

So war es für Silva wichtig, sich noch einmal an Aleppo zu erinnern, für Vincenzo ist es Cantania, für Enrico Palermo, für Mohamed Nador, für Julius ist es Frankfurt und für Jordan, Jay, Carolin und Marlon Mainz usw. Es ist letztendlich eine bunte Sammlung geworden und wie wir glauben, recht lesenswert. Einige von uns haben ihre Gedichte zweisprachig geschrieben.

Wer Lust hat, dass wir sie einmal in kleiner Runde zu einem bestimmten Anlass vortragen, soll sich gerne bei Mohamed Ramdani, unserem Mittelstufensprecher, oder Fr. Bertram melden.

Hier der Link zu unseren Gedichten.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Der Deutsch-E1-Kurs, 9a/c